WER WIR SIND

Hinterhof ist eine industrielle Club- und Konzertvenue mit Dachterrasse in einem ehemaligen Lagerhaus am Rande des Basler Gundeldinger Quartiers mit einer Laufzeit von fünf Jahren ab Juni 2016. Der Club ist ab Herbst 2016 jeweils Freitag- und Samstagnacht sowie an ausserordentlichen Daten geöffnet, die Hinterhof Dachterrasse mit Bar und Restaurant sieben Tage die Woche über die Sommermonate ab Juni 2016.

ÖFFNUNGSZEITEN

Club: FR + SA ab 23:00 Uhr

Dachterrasse: täglich ab 16:00 Heute offen

Freitag 30.9.

RØDHÅD

Hinterhof Bar ab 23:00 Uhr | Hinterhof Dachterrasse Closing ab 16:00 Uhr (Eintritt frei) | Die musikalische Sozialisierung des jungen Berliner DJs geht aus seiner früheren Passion für den loopbasierten, harten Techno der End-90er Jahre hervor. Geblieben ist die Leidenschaft für düstere, atmosphärische und deepe elektronischen Klänge, die musikalische Vision seiner Technointerpretation liegt klar auf der melancholischen und dunklen Seite. Egal ob Dubtechno, deeper House oder straighter, reduzierter Techno, Rødhåd vereint die wichtigsten Merkmale dystopischer Elektromusik und ist somit der perfekte Stamm-DJ für das Berliner Label Dystopian, auf welchem auch Künstler wie Vril, Alex.Do oder Don Williams veröffentlichen. Neben dem Gast aus deutschen Landen mit nordischem Pseudonym spielen hier Hinterhofs Garçon, der auch das Basler Techno-Label Amenthia mitbetreibt, Gomorra, Timnah Sommerfeldt und Dubois.

Samstag 1.10.

MANDAR

Dream Team Als sich Nick Putman (Malin Genie), Charlie Naffah (Lazare Hoche) & Samuel André Madsen (S.A.M) 2013 in einem Heimstudio in Paris trafen um gemeinsam Ideen auszutauschen und an Tracks zu feilen, konnte noch Keiner ahnen, was später daraus entstehen würde: Mandar. Die Kombination ihrer jeweiligen Stile als DJs und Produzenten führt zu einer einzigartigen musikalischen Synthese, die sowohl minimal als auch funky ist, den Groove stehts ins Zentrum des Geschehens stellt und gekonnt House-Traditionen mit scheuklappenfreier Innovation verknüpft. Die drei Jungs, die auch eine äusserst empfehlenswerte Live-Performance im Angebot haben, werden die Hinterhof Bar bei ihrem Basel-Debut auf einen 5-stündigen DJ-Jam mitnehmen, den niemand so schnell vergessen wird. Hinterhof-Resident Liebkind, ein grosser Verehrer des Trios und der von diesem favorisierten Stilrichtung der micro-groovenden Housemusik selbst sehr zugetan, spielt folgerichtig ein würdiges warm-up.  

Freitag 7.10.

ÂME LIVE & miniCLUB X HWSD

Frank Wiedemann braucht man eigentlich niemandem mehr vorzustellen. In seiner Heimatstadt Karlsruhe gründete er 2001 zusammen mit Kristian Beyer das DJ-Duo Âme. Nach einigen Veröffentlichungen auf Sonar Kollektiv wurde im Jahr 2015 – gemeinsam mit Dixon und Henrik Schwarz – Innervisions aus der Taufe gehoben, heute eines der relevantesten Labels für elektronischer Tanzmusik weltweit. Während die beiden als Produzenten weiterhin gemeinsame Sache machen, hat sich in Sachen Performances eine klare Arbeitsteilung ergeben: Beyer spielt als DJ, Wiedemann übernimmt die Live-Darbietung des eigenen Materials. Und da dieses unglaublich vielschichtig – mal reduziert, mal orchestral – und äusserst tanzbar daherkommt, ist es jedes Mal eine Freude, einem Âme Live-Set zuzuhören. Ein weiteres empfehlenswertes Projekt von Frank und dem australischen Sänger Ry X ist Howling, ein musikalischer Nebel aus reduzierter Elektronika, Pop und träumerischem Folk. Ein weiterer Gast des Abends ist Alex Dallas, Mitbetreiber der Zürcher Zukunft, des Kauz und des wunderbaren Labels Drumpoet Community, ein langjähriger Freund von Wiedemann und von der Hinterhof Bar sehr geschätzter DJ. Der Kreis schliesst sich mit Hinterhof-Resident Jamie Shar, der zu beiden sowohl eine musikalische als auch persönliche Verbindung pflegt. Im miniCLUB stehen heute Max Vaahs und Cedric Dekowski all night long am Mixer. Die beiden Offenbacher betreiben das Label HardWorkSoftDrink und schmeissen im Robert Johnson regelmässig eine gleichnamige Party mit Gästen wie Ricardo Villalobos, Francesco Del Garda oder Sergio Moreira. Ihr Sound ist nicht gleich auf die erste Kickdrum fassbar, immer geprägt von einem minimalen Funk, deep, perkussiv und facettenreich.

Samstag 8.10.

THOMAS MELCHIOR

„Kosmopolitisch“ ist die wohl treffendste Zuschreibung für den gebürtigen deutschen Thomas Melchior. Aufgewachsen in den USA und Spanien führte ihn sein Weg nach Sussex und schliesslich London, wo er seine ersten Schritte als Musiker in Jazz-, Funk- und Fusion-Bands machte. Mit den Jahren begeisterte sich Thomas zunehmend für minimalere und deepere Spielarten elektronischer Tanzmusik. Während eines einjährigen Aufenthaltes in New York setzte er sich zudem intensiv mit der amerikanischen Tradition von House und Techno à la Chicago und Detroit auseinander. Zurück in London, entwickelt er sich schnell zum Pionier dessen, was heute unter dem Namen Minimal House bekannt ist. Ob solo oder mit Baby Ford, unter Pseudonymen wie Soul Capsule, Sunpeople oder M-Core, Melchiors Produktionen und Auftritte finden bei Künstlern wie Luke Solomon oder Richie Hawtin viel Beachtung. Mittlerweile in Berlin ansässig, schert sich Thomas Melchior nicht um Trends und Hypes, bleibt seinem Stil treu und trotzdem am Puls der Zeit, was sich in seinen trippigen und doch geradlinigen DJ-Sets manifestiert. Ähnliches lässt sich von Timnah Sommerfeldt und Nik Frankenberg sagen, welche beide eine äusserst breite musikalische Palette ihr Eigen nennen und doch eine jeweils unverkennbare Art haben, grossartige Platten aufzulegen.  

Freitag 14.10.

SOUKIE & WINDISH LIVE, CHRIS SCHWARZWÄLDER

Berliner Verve.   Nur wenige Artisten haben den in gleichem Masse verinnerlicht wie die beiden Gast-Acts dieses lauschigen Abends. Nayan Soukie und Fritz Windish bespielen kultige Festivals wie das Garbicz und das Bachstelzen, aber auch XL-Kisten wie die Fusion. Ihre Berliner Auslebe- und Auflegestätten wiederum sind Clubs wie das Kater Blau oder die Wilde Renate. Diese Aufzählung bietet einen repräsentativen Einblick in das Musiversum des Duos: Sie haben eine unverwechselbare Deepness entwickelt, eine Art fliegender Teppich für jeden und jede, der oder die sich auf ihren Sound einlässt. Spirit ist ihnen mindestens ebenso wichtig wie technische Finesse und der eigentliche Zauber ihrer Sets liegt in ihrem Gespür für die Selektion und dem Riecher für die Stimmung der Tanzenden vor den Boxen. Dies lässt sich auch über Chris Schwarzwälder sagen. In Schwarzwälder wohnen zwei Personen: Die exzessive, die komplett im Berliner Nachtleben aufgeht und der Sololäufer, der sich tagelang im Studio einigeln kann um an neuen Songs zu arbeiten - das Leben des Künstlers ist bisweilen ein schizophrenes.

Samstag 15.10.

Die Orakel

Oliver Hafenbauer, musikalischer Direktor, Booker und Resident DJ des Offenbacher Robert Johnson Club, betreibt seit nunmehr drei Jahren das Label Die Orakel und kuratiert unter dessen Grundsätzen eine Nacht in der Hinterhof Bar. Für musikalische Verheissungen und transzendente Erfahrungen sorgten bisher Künstler wie Jaures, TCB, Edward, Orson Welles oder Christopher Rau. Auch der Leipziger Kassem Mosse hat, gemeinsam mit Mix Mup, bereits einen Remix für Die Orakel angefertigt. Mosse wird auch mit Imprints wie Workshop, FXHE oder The Trilogy Tapes assoziiert und seine teils sperrigen und doch von Funk und Soul triefenden Produktionen fernab von gängigen Genreklischees begeistern eine fast kultische Anhängerschaft. Er spielt an diesem Abend ein Live-Set. Auch der Kölner Barnt, mit Jens-Uwe Beyer und Crato verantwortlich für das Label Magazine, steht Hafenbauer und dessen Schaffen nahe und pflegt eine ähnliche visuelle und musikalische Ästhetik.   Der miniCLUB steht im Zeichen der monatlichen Alma Negra-Residency. Die vier Basler wirbeln mit ihrem Soundamalgam aus House, Cosmic Disco und Afrobeat seit geraumer Zeit die nationale und internationale Musikszene auf und bringen ein unverkennbares Gespür für den Groove jenseits klar abgesteckter Genregrenzen mit.